Autoindustrie: Was Beschäftigte dem Management vorwerfen

Die Stimmung in den deutschen Automobilwerken ist auf einem Tiefpunkt. Beschäftigte bei Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz werfen dem Top-Management vor, jahrelang falsche Weichen gestellt zu haben – und die Rechnung dafür sollen nun die Arbeiter zahlen.

Vertrauen verspielt: Vorwürfe aus den Werkhallen

Es geht um Stellenabbau, Werksschließungen und Lohnkürzungen. Allein bei VW stehen bis zu 35.000 Stellen auf dem Spiel, während Vorstände weiterhin Millionenboni kassieren. Das erzeugt Wut – und die ist berechtigt. Betriebsräte sprechen offen von einem „Vertrauensbruch“. Man habe die Belegschaft jahrelang mit Rekordgewinnen beschwichtigt, während die Transformation zur Elektromobilität verschlafen wurde.

„Das Management hat zu lange auf das falsche Pferd gesetzt und die falschen Signale an die Beschäftigten gesendet“, sagte ein Gewerkschaftsvertreter der IG Metall gegenüber der tagesschau.

Besonders bitter: Viele Arbeiter hatten in den vergangenen Jahren auf Tariferhöhungen verzichtet, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Werke zu sichern. But jetzt stehen sie trotzdem mit leeren Händen da. And die Entscheidungen, die zu dieser Krise führten – zu wenig Investition in Software, zu späte Elektrostrategie, zu hohe Abhängigkeit vom China-Geschäft – die hat nicht die Belegschaft getroffen.

Der Vorwurf ist klar: Fehler oben, Konsequenzen unten.

Ob die Tarifverhandlungen im Frühjahr 2025 eine Trendwende bringen, bleibt abzuwarten. Still brodelt es in den Werken – und sollte das Management nicht glaubwürdig gegensteuern, dürfte der Unmut schnell in handfeste Arbeitskämpfe umschlagen.

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