Spaniens Tourismusboom belastet Erschwinglichkeit für Einwohner in Großstädten
Spanien empfing im ersten Quartal 2026 eine Rekordzahl von 22 Millionen internationalen Besuchern – ein Anstieg von 11 Prozent im Jahresvergleich –, doch der Tourismusboom stellt den Gesellschaftsvertrag in wichtigen Destinationsstädten zunehmend auf die Probe.
Die Mietpreise in Barcelona sind innerhalb von zwölf Monaten um 18 Prozent gestiegen. Die Regionalregierung der Balearen hat ein Moratorium für neue Kurzzeitvermietungslizenzen beschlossen. Der Stadtrat von Madrid berät über eine Tourismussteuer, deren Einnahmen direkt in einen Wohnungsfonds fließen würden.
Gewerkschaften haben einen nationalen Rahmen gefordert, der es Regionen unter akutem Druck ermöglichen würde, sektorspezifische Maßnahmen einzuführen, darunter Obergrenzen für Kreuzfahrtschiffankünfte und Beschränkungen für die Umwandlung von Ferienwohnungen in Wohngebäuden.
Die Europäische Kommission hat angedeutet, dass sie die Situation beobachtet, diese jedoch in erster Linie als Angelegenheit der Behörden der Mitgliedstaaten betrachtet.
