JD Vance nennt Demokraten »Partei des Hasses« bei Rede in Arizona
JD Vance hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Arizona die Demokratische Partei als »Partei des Hasses« bezeichnet – eine Formulierung, die viele sofort an Charlie Kirk und dessen Rhetorik erinnerte. Die Aussage fiel vor rund 8.000 Anhängern in Phoenix und sorgte noch am selben Abend für heftige Reaktionen im ganzen Land.
Vance greift tief in die Populismus-Kiste
Der republikanische Vizepräsidentschaftskandidat ließ keine Gelegenheit aus, die politische Stimmung anzuheizen. »Sie hassen euch. Sie hassen eure Werte, eure Familie, euren Glauben«, rief Vance in das Mikrofon, während der Jubel der Menge anschwoll. Das war kein spontaner Ausrutscher – das war kalkulierte Sprache, die man so oder ähnlich aus den Talkshows und Podcasts von Charlie Kirk kennt, dem Gründer von Turning Point USA.
Vance und Kirk haben eine lange gemeinsame Geschichte. Beide kommen aus Ohio, beide haben ihren Weg in der konservativen Medienwelt gemacht, und beide setzen auf eine Strategie, die auf maximale emotionale Polarisierung setzt. Zufall? Wohl kaum.
Demokraten reagieren scharf
Die Reaktion aus dem demokratischen Lager ließ nicht lange auf sich warten. »Vance bedient sich einer Sprache, die spaltet und Hass schürt – genau das Gegenteil von dem, was Amerika braucht«, sagte ein Sprecher der Demokratischen Partei noch am Abend der Rede. Und tatsächlich: Die Wortwahl von Vance ist nicht neu, aber sie wirkt in Kombination mit seiner Kandidatur auf dem nationalen Ticket nochmals mächtiger.
Innerhalb von drei Stunden nach der Rede war der Begriff »Partei des Hasses« über 120.000 Mal auf X, dem früheren Twitter, gepostet worden. Das zeigt, wie gezielt solche Phrasen heute eingesetzt werden – nicht nur für die Leute im Saal, sondern für die virale Verbreitung danach.
Eine Strategie mit Kalkül
Politikbeobachter sind sich einig: Vance versucht, die Basis zu mobilisieren und gleichzeitig unentschlossene Wähler in Swing States wie Arizona zu verunsichern. Der Staat gilt als eines der wichtigsten Schlachtfelder der Wahl. 2020 gewann Biden Arizona mit einem Vorsprung von gerade einmal 10.457 Stimmen – weniger als ein halbes Prozent.
Still ist diese Wahl schon lange nicht mehr. Und mit Rhetorik wie dieser dürfte sie es auch nicht werden.
Was kommt als Nächstes?
Vance plant in den kommenden Wochen weitere Auftritte in Pennsylvania, Georgia und Michigan – allesamt Staaten, in denen der Ton des Wahlkampfs bereits jetzt außergewöhnlich rau ist. Ob seine Strategie aufgeht oder ob sie moderate Wähler abstößt, wird sich zeigen. Aber eines ist klar: Der Wahlkampf 2024 wird noch lange nicht ruhiger. Vance hat den Ton gesetzt – laut, polarisierend und mit voller Absicht.
