Sudan: Elf Zivilisten sterben bei Drohnenangriff auf Markt

Bei einem Drohnenangriff auf einen belebten Markt im Sudan sind mindestens elf Zivilisten ums Leben gekommen. Der Angriff ereignete sich am Donnerstag in einem dicht besiedelten Gebiet, wie lokale Quellen bestätigen. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, die genaue Zahl der Opfer könnte noch steigen.

Angriff trifft Zivilisten während Markttag

Die Drohne schlug während der geschäftigsten Tageszeit ein, als Hunderte Menschen auf dem Markt ihre täglichen Einkäufe tätigten. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen unmittelbar nach der Detonation. Unter den Toten befinden sich auch Frauen und Kinder, die keine Chance hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

„Die Menschen liefen in alle Richtungen, überall war Rauch und Staub“, schilderte ein Augenzeuge die dramatischen Momente.

Eskalation des Konflikts fordert zivile Opfer

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen ein, die in den vergangenen Wochen die Zivilbevölkerung im Sudan getroffen haben. Seit Ausbruch des Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) im April 2023 sind nach UN-Angaben bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen. Die tatsächliche Opferzahl dürfte deutlich höher liegen.

Beide Konfliktparteien setzen zunehmend auf Drohnen und schwere Waffen, auch in bewohnten Gebieten. Das hat verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung.

Humanitäre Katastrophe verschärft sich

Die Vereinten Nationen warnen seit Monaten vor einer sich dramatisch verschlechternden humanitären Lage im Sudan. Mehr als 10 Millionen Menschen sind auf der Flucht, viele von ihnen hungern. Internationale Hilfsorganisationen beklagen, dass sie kaum noch Zugang zu den betroffenen Gebieten haben.

Der Drohnenangriff auf den Markt zeigt einmal mehr, dass zivile Infrastruktur und Menschenleben im aktuellen Konflikt kaum noch geschützt sind. Menschenrechtsorganisationen fordern beide Seiten auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und Angriffe auf Zivilisten zu unterlassen.

Doch bislang gibt’s keine Anzeichen für eine baldige Deeskalation. Die internationale Gemeinschaft sucht weiterhin nach Wegen, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen und der leidenden Bevölkerung zu helfen.

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