Wahlverlierer Bolsonaro flieht offenbar aus Brasilien
Nach der Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat offenbar Flávio Bolsonaro, Senator und Sohn des abgewählten Präsidenten Jair Bolsonaro, das Land verlassen. Medienberichten zufolge reiste er über Argentinien in die USA aus, nachdem die USA ihm und seiner Familie Visa zugesagt hatten. Sein aktueller Aufenthaltsort ist unklar.
Reisepässe ungültig gemacht
Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hatte angeordnet, dass Bolsonaro seine Reisepässe binnen 24 Stunden abgeben müsse. Richter Alexandre de Moraes ließ die Pässe ungültig machen und untersagte ihm, das Land zu verlassen. Bolsonaro kam dieser Anordnung offenbar nicht nach. Die Wahl hatte der linke Kandidat Luiz Inácio Lula da Silva gewonnen.
Weitere Meldungen aus aller Welt
In Israel hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Auszählung von mehr als 60 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl seinen Vorsprung laut Medien ausgebaut. Eine klare Mehrheit hat er aber weiterhin nicht erreicht. Sein Lager käme derzeit auf 56 der 120 Sitze in der Knesset, acht mehr als das gegnerische Lager um Ex-Militärchef Gadi Eisenkot. Netanjahu forderte die „Bildung einer starken, rechtsgerichteten Regierung“. Eisenkot rief ihn zum Rückzug aus der Politik auf.
Im Irak sind sieben Franzosen wegen Zugehörigkeit zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Sechs Männer erhielten lebenslange Freiheitsstrafen, die nach irakischem Recht 20 Jahren Haft entsprechen. Ein weiterer Mann muss für 15 Jahre ins Gefängnis. Ein Verteidiger kritisierte, die Urteile beruhten auf Folter und erzwungenen Geständnissen.
Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einer mehrtägigen Asienreise aufgebrochen. An diesem Mittwoch wird er in Japan erwartet, wo er von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi empfangen wird. Auf dem Programm stehen ein deutsch-japanischer Wirtschaftsgipfel, ein Unternehmertreffen und ein sicherheitspolitischer Dialog. Zum Abschluss reist Merz nach Südkorea.
Die US-Notenbank Federal Reserve verkündet am Mittwoch ihre Leitzinsentscheidung. Erwartet wird, dass sie den Leitzins unverändert lässt. Fed-Chef Kevin Warsh will die Entscheidung anschließend erläutern. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins Mitte September erstmals seit gut drei Jahren erhöht.
Bei der Suche nach einem Endlager für deutschen Atommüll haben Fachleute die geeignete Landesfläche auf weniger als fünf Prozent eingegrenzt. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hält die geologischen Bedingungen in diesen Gebieten grundsätzlich für geeignet. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche.
Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex soll stark ausgebaut werden und künftig eine größere Rolle bei Abschiebungen spielen. Die EU-Kommission schlug vor, das eigene Personal auf 6000 Mitarbeiter zu verdoppeln und eine Reserve von 17.000 Kräften zu schaffen. Der Etat der Agentur soll auf fast zwölf Milliarden Euro verdoppelt werden.
