Citroën bringt die Ente zurück: Elektro-Neuauflage für 15.000 Euro
Citroën hat auf dem Pariser Autosalon ein Konzept des legendären 2CV vorgestellt. Die Neuauflage orientiert sich eng am Original und wirkt retrofuturistisch. Ein Serienmodell könnte bereits im nächsten Jahr präsentiert werden.
Retro-Design mit moderner Technik
Die Studie übernimmt viele Details des Ur-2CV. Die Türgriffe sind nachempfunden, die Stahlfelgen zeigen ein fetziges Retrodesign. Auf dem Grill prangt ein großer Doppelwinkel. Die aufgesetzten Scheinwerfer besitzen eine einprägsame LED-Signatur, auch das Heck nutzt LED-Technik. Die Heckklappe reicht weit nach unten bis zur Stoßstange, die in simpler Retro-Optik gehalten ist.
Im Innenraum erinnert die Revolverschaltung an frühere Zeiten. Die einfachen Sitze tragen das charakteristische Karo-Muster und lassen sich für ein Picknick herausnehmen. Das Einspeichen-Lenkrad zitiert das Original, das Stoffdach wird per Hand aufgerollt. Citroën spricht von „Intelligenter Einfachheit“. Sogar die Türablagen sollen Eier transportieren können – eine alte Lastenheftanforderung.
Preis und Maße
Der Preis soll bei etwa 15.000 Euro liegen. Damit wäre die Ente günstiger als der Dacia Spring (17.900 Euro) und der Leapmotor T03 (18.900 Euro). Mit 3,76 Metern Länge bleibt sie unter dem Urmodell von über 3,80 Metern. Das Zielgewicht beträgt nur rund eine Tonne. Zum Vergleich: Der Dacia Spring wiegt etwa 1200 kg bei 27,5 kWh nutzbarer Kapazität, der Leapmotor bringt 1175 kg und rund 36 kWh auf die Waage. Die Gewichtsreduktion gelingt durch weniger Karosserieteile und eine simple technische Grundarchitektur.
Die Michelin-Reifen zeigen ein spezielles Doppelwinkel-Schema. Auf der Frontscheibe stehen die Zahlen „48“, „90“ und „26“ – als Anspielung auf Markteinführung, Produktionsende und Wiedergeburt. Hupe und Motorsound sollen an das Original erinnern.
Ausblick
Das Serienmodell wird nächstes Jahr vorgestellt, die Auslieferung ist eher für 2028 geplant. Auch eine Lieferwagen-Version namens Fourgonnette soll kommen.
