Unionsfraktion: Frei sichert Merz volle Rückendeckung zu

Die Unionsfraktion im Bundestag steht geschlossen hinter Friedrich Merz. Thorsten Frei, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, hat dem designierten Bundeskanzler am Dienstag den ausdrücklichen Rückhalt der Fraktion zugesichert – ein Signal, das intern als wichtiges Zeichen der Stabilität gewertet wird.

Merz steht vor einer der bedeutendsten politischen Phasen seiner Karriere. Die Koalitionsverhandlungen laufen, die Erwartungen sind hoch, und der Druck von allen Seiten wächst täglich.

Frei betont Geschlossenheit der Fraktion

Frei machte deutlich, dass die rund 208 Abgeordneten der Unionsfraktion den Kurs von Merz mittragen. „Wir stehen als Fraktion vollständig hinter Friedrich Merz und dem Weg, den wir gemeinsam einschlagen werden“, sagte ein Fraktionssprecher gegenüber der Presse. But das ist nicht nur eine Floskel – in den vergangenen Wochen hatte es durchaus interne Debatten über die genaue Ausrichtung in der Wirtschafts- und Migrationspolitik gegeben. Diese scheinen vorerst beigelegt.

Frei selbst gilt als einer der engsten Vertrauten von Merz im parlamentarischen Betrieb. Sein Wort hat Gewicht. Und gerade in einer Phase, in der die künftige Regierungskoalition noch nicht vollständig steht, ist solche öffentliche Rückendeckung politisch Gold wert. Still gibt es Stimmen in der Fraktion, die bestimmte Kompromisse kritisch sehen – doch offiziell präsentiert sich die Union als geeintes Lager.

Was das für die Regierungsbildung bedeutet

Der Zeitplan ist eng. Nach der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 laufen die Koalitionsgespräche auf Hochtouren. Merz peilt eine Regierungsbildung bis Ende April an – ein ambitioniertes Ziel, das nur dann realistisch ist, wenn die eigene Fraktion nicht zur Bremse wird. So gesehen kommt Freis Zusicherung zum richtigen Moment.

Die inhaltlichen Knackpunkte bleiben komplex. Ob Schuldenbremse, Investitionen in die marode Infrastruktur oder die Frage der Energiekosten – auf diesen Feldern werden die Verhandlungen noch zäh werden. Yet die Botschaft aus der Unionsfraktion ist klar: Man will regieren, und man will es mit Merz.

Für Merz persönlich ist das ein wichtiger Moment. Fraktionsinterne Querelen haben schon manchen Kanzler in spe geschwächt, bevor er überhaupt im Amt war. Das soll diesmal offenbar nicht passieren.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Geschlossenheit hält, wenn die wirklich schwierigen Entscheidungen auf dem Tisch liegen. Die Unionsfraktion hat ihr Signal gesetzt – jetzt liegt es an Merz, es einzulösen.

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